Kultursommer-Titel
Kultursommer-Logo
Wir über uns: Kultursommer-Motto

Jedes Jahr neu:
Das Motto des Kultursommers

Jedes Jahr werden im Kultursommer rund 240 verschiedene Projekte realisiert, die sich am jeweils aktuellen Kultursommer-Motto orientieren. Dieses Motto wechselt in jedem Jahr und das garantiert, dass kein Kultursommer wie der andere ist.

Im Rahmen dieser Motto-Orientierung zeigt die rheinland-pfälzische Kulturszene, über welch großartiges Innovationspotential sie verfügt und wie ideenreich die vielen kleinen und großen Projekte das Thema aufnehmen, variieren und inszenieren. Es ist eine besondere Herausforderung für alle Kulturschaffenden, jedes Jahr aufs Neue eine themenorientierte Projektarbeit zu präsentieren, aber zugleich auch eine große Chance, unvergleichliche und im wahrsten Sinne des Wortes einmalige Kulturereignisse hervorzubringen.


2012
"Gott und die Welt"

Der Themenkomplex „Kultur und Religion“ soll im Mittelpunkt des 21. Kultursommers Rheinland-Pfalz stehen.

Alle Kunstäußerungen des Menschen sind wohl ursprünglich aus kultisch-religiösen Handlungen hervorgegangen. Deshalb ist Religionsgeschichte zum guten Teil immer auch Kunstgeschichte. "Die Kunst ist die irdische Schwester der Religion", bemerkte im 19. Jahrhundert schon der Dichter Adalbert Stifter. Und „Die Kirche braucht die Kunst", hat z. B. Papst Johannes Paul II. wiederholt betont.

Doch nicht nur die religiöse Kunst, sondern auch die kritische, sich aus der Sphäre der Religion zu emanzipieren trachtende Kunst ringt mit den Sinnfragen und dem Ganzen der Welt. Es gibt daher sehr viele Möglichkeiten, treffliche Beispiele für das reiche und auch spannungsreiche Verhältnis von Kultur und Religion zu finden bzw. dieses in einem Projekt zu gestalten.


2011
"Natürlich Kultur"

Neue Hoerizonte 2006 Der 20. Kultursommer Rheinland-Pfalz steht vor der Tür! So ist das Motto für 2011 ganz selbstbewusst eine Parole zum runden Geburtstag: „Natürlich Kultur“.

Aber nicht nur das: Ob Kurpark oder englischer Landschaftsgarten, Klostergarten, japanischer Garten, Schlosspark oder Stadtpark – wir sind gespannt auf Projekte in Parks und Gärten. Den Anlass gibt die Bundesgartenschau (BUGA) in Koblenz, die an ihren drei Standorten Deutsches Eck, Schloss und Festung Ehrenbreitstein Natur UND Kultur in Hülle und Fülle bieten wird. Zum Beispiel die offizielle Kultursommereröffnung am zweiten Maiwochenende auf der Festung Ehrenbreitstein.

Auf einer tieferen Ebene geht es bei diesem Motto nicht zuletzt auch grundsätzlich um das Verhältnis von Natur und Kultur. Natur als das, was nicht vom Menschen geschaffen oder geformt wurde, und Kultur als der Bereich, wo seine Handschrift spürbar wird.


2010
"Über Grenzen"

... ein sehr assoziatives und vielschichtiges Motto. Es können politische oder kulturelle Grenzen im Mittelpunkt der Kulturprojekte stehen oder auch Grenzüberschreitungen unterschiedlichster Art. Und "über seine Grenzen gehen" kann man im positiven, aber auch im negativen Sinne, denn Grenzen haben ja auch manchmal ihren Sinn und ihre Berechtigung. Sie zu überschreiten kann zuweilen auch eine leidvolle Erfahrung sein.

Ob sichtbare historische Grenzen wie der römische Limes und der Westwall oder die erfreulicherweise immer weniger sichtbaren Grenzen zu unseren europäischen Nachbarn, ob Grenzen von Mundarten und ehemaligen politischen Zugehörigkeiten (wie der Fall der Mauer vor 20 Jahren) oder die Grenzen zwischen verschiedenen Kulturen, Nationalitäten und Mentalitäten innerhalb und außerhalb unseres Landes - oder auch die Frage eines konstruktiven Miteinanders:
„Über Grenzen“ will dazu anregen, Ländergrenzen zu überschreiten und Grenzen im Kopf abzubauen.


2009
"Cool Britannia!"

„My name is Karim Amir, and I am an Englishman born and bred." – so beginnt der Roman „The Buddha of Suburbia“ des Briten Hanif Kureishi. Mit anderen Worten, die Kulturszene Großbritanniens spiegelt längst nicht nur eine lange und große Tradition, sondern auch die durch die Commonwealth-Briten geprägte kosmopolitische Kultur der Gegenwart wider. Diese bringt immer wieder Talente und Stars hervor, so dass das Land Shakespeares heute mehr denn je ein cooler „Meltingpot“ geworden ist - besonders natürlich in der Weltstadt London, aber auch in Manchester, Bristol, Edinburgh, Birmingham, Liverpool und vielen anderen Orten. Nicht zuletzt deshalb haben wir unser Motto „Cool Britannia“ genannt (übrigens ein Slogan aus den neunziger Jahren, der selbst schon wieder leicht historisch geworden ist).

Nachdem wir 1995 den USA, 1999 Frankreich und 2004 Italien unsere Aufmerksamkeit gewidmet haben, möchten wir uns im Kultursommer 2009 intensiv mit der Kultur Großbritanniens auseinandersetzen (d. h. mit England, Schottland, Wales – politisch und kulturell auch mit einem Brückenschlag zu Nordirland). Sie hat so viel zu bieten – auch vieles, was wir nicht oder noch nicht gut genug kennen, oder was wir noch einmal neu für uns entdecken könnten.


2008
"Arbeitswelten – Lebenswelten"

Wie wir leben, wie wir arbeiten – das hat sich in den letzten Jahrzehnten radikal verändert und beeinflusst unsere familiären und sozialen Beziehungen. Welche Bedeutung haben Kunst und Kultur bei diesen veränderten Lebens- und Arbeitsbedingungen? Hat sich ihre Bedeutung nicht auch verändert?
Was sagen uns die Künste zum Beispiel über unser Leben als Arbeitsleben und unsere Lebenswelt jenseits der Erwerbsarbeit? Sind sie nicht bereits selbst ein wesentlicher Teil der gemeinnützigen Arbeit? Und sind nicht gleichzeitig kulturelle Einrichtungen längst ein Bestandteil der heutigen Freizeit- und Tourismuswirtschaft und selbst ein großer Arbeitsmarkt geworden, der - unbemerkt von vielen - längst mehr Wachstum und Beschäftigung generiert als viele klassische Industriezweige?
Wie steht es eigentlich mit dem Verhältnis von freier und gebundener Zeit, von Zeit, die von Menschen für freiwillige Verpflichtungen eingesetzt wird - oder für den Besuch von Veranstaltungen – und wenn, für welche? Nicht nur das Geld-, auch das Zeitbudget ist begrenzt.

Es lassen sich zahlreiche Fragen an unsere Arbeits- und an unsere Lebenswelt stellen. Diese Fragen künstlerisch zu gestalten, dazu lädt das Motto 2008 ein.


2007
"Rebellen, Reformer, Revolutionäre"

Beim Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2007 „Rebellen, Reformer, Revolutionäre“ soll es um das Verhältnis von Kunst bzw. Kultur und Politik gehen.
Anlässe zur Wahl gerade dieses Mottos für das Jahr 2007 gibt es viele, zum Beispiel das sechzigste Jubiläum des Landes Rheinland-Pfalz oder die „Großen Persönlichkeiten der Region“, denen unser Kulturbeitrag zum Programm der Kulturhauptstadt 2007 „Luxemburg & die Großregion“ gewidmet ist. Die Region, die heute Rheinland-Pfalz heißt, hat eine ganz außergewöhnlich große Zahl von Menschen hervorgebracht oder zumindest beherbergt, die einem sofort zu diesen drei Begriffen einfallen können, von Karl Marx über Martin Luther (in Worms), den Freiherrn vom Stein aus Nassau an der Lahn oder den Philosophen Ernst Bloch.

Im Kultursommer 2007 wird aber keineswegs nur nach landesbezogenen Themen und Persönlichkeiten gesucht, sondern ebenso nach dem politischen Theater, etwa eines Brecht oder Hochhuth, nach wichtigen politischen Filmen, oder auch nach Literatur oder bildender Kunst, die dezidiert politisch verstan-den werden will. Dabei geht es nicht gerade um eine Rückkehr des „Agitprop“, sondern eine qualitätsvolle Auseinandersetzung mit Persönlichkeiten, mit Werken, mit dem Verhältnis von Kunst und Politik allgemein.


2006
"Welt-Meister"

Dieses Jahr wird das Programm durch das Motto „Welt-Meister“ geprägt - inspiriert durch die Fußball-Weltmeisterschaft vom 8. Juni bis zum 9. Juli 2006 in Deutschland. In dem rheinland-pfälzischen Austragungsort, der Stadt Kaiserslautern, findet die offizielle Kultursommer-Eröffnung vom 5.-7. Mai statt, mit einem großen Kulturfest für die ganze Familie. Das gesamte kulturelle Rahmenprogramm der Stadt Kaiserslautern zur Fußball-Weltmeisterschaft wird bis zum 9. Juli vom Kultursommer begleitet und mit dem WM-Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ thematisch verbunden.
Aber nicht nur Kaiserslautern als rheinland-pfälzischer Austragungsort wird Publikumsmagnet für Gäste von nah und fern sein, auch die Stadien in der Nähe der Landesgrenzen wie Köln, Stuttgart und Frankfurt werden viele Gäste locken entlang des Rheins Quartier zu beziehen. Ein guter Grund einmal wieder zu zeigen, wie vielfältig und hochkarätig die Kulturszene des Landes ist!

Natürlich geht es bei unserem Motto um originelle Ideen zum Thema Fußball oder Sport im Allgemeinen. Doch die „Welt-Meister“ in der Kultur heißen ja nicht Pelé, Maradona, Zidane, Beckham oder Kahn, sondern Mozart, Rembrandt, Goethe, Shakespeare, Tolstoi oder Chaplin – mit anderen Worten: Uns geht es um die so genannten Klassiker, also Künstlerinnen und Künstler, deren Namen man auf der ganzen Welt kennt – oder kennen sollte. Sappho, Camille Claudel, Mary Shelley, Clara Schumann, Frida Kahlo, Sarah Bernhardt - das Motto 2006 bietet natürlich auch Gelegenheit sich mit dem traditionellen Kanon auseinander zu setzen und sich die Frage zu stellen, wie heute Klassiker und kulturelle Ikonen der Gegenwart entstehen. Zu den Klassikern zählen für uns auch weltbekannte Figuren aus Kunstwerken, wie zum Beispiel Odysseus, Jeanne d’Arc, Don Quichotte, Scheherazade, die Mona Lisa oder Faust. Unsere ursprüngliche Überlegung, die Klassiker nur aus den Ländern zu suchen, die schon einmal Fußball-Weltmeister waren, wie sie in meinem Brief vom Juli 2004 anklang, haben wir zugunsten einer großen internationalen Bandbreite wieder aufgegeben: Klassiker aller Länder können Thema Ihres Projekts für 2006 sein.

Eines gilt wie jedes Jahr: Der Ball ist zwar bekanntlich rund, doch Kultur darf und soll Ecken und Kanten haben. Auch die Auseinandersetzung mit Klassikern und dem Kanon sollte möglichst unkonventionell, innovativ und aus einer neuen Perspektive geschehen.



Link-Tipp:
Kulturland Rheinland-Pfalz