Presse - Infos

Der Kultursommer Rheinland-Pfalz verschickt Presse-Einladungen und -Meldungen zu zentralen Ereignissen (Programm-Vorstellung, Bilanz, Kultursommer-Eröffnung, u.ä.) sowie Hinweise zum Kultursommer allgemein (Mottos, Ausschreibungs-Infos). - Die Pressemeldungen werden auch hier auf der Seite im Archiv veröffentlicht.

Außerdem wird der Newsletter "aktuelle Tipps aus dem Kultursommer Rheinland-Pfalz" während der Saison etwa alle drei Wochen verschickt. Er fasst die aktuellen Projekte, die hier auf der WEB-Seite unter Kultur Erleben veröffentlicht sind, zusammen und weist auf Höhepunkte hin.

Konkrete Informationen zu einzelnen Projekten und Veranstaltungen, die von uns gefördert werden, verbreiten die jeweiligen Veranstalter selbst, nur in Einzelfällen werden sie dabei durch diesen Presseverteiler unterstützt. 

Archiv

Hier finden Sie alle bisherigen Pressemeldungen des Kultursommers Rheinland-Pfalz

05.11.2018 | PM - Bilanz 2018 "Industrie-Kultur" und ein kleiner Ausblick auf 2019

Bilanz „Industrie-Kultur“, Ausblick auf „Heimat(en)“ 2019 
Kultursommer erkundet das Woher und Wohin

Seit über 25 Jahren ist der Kultursommer Rheinland-Pfalz Veranstalter, Förderer und Ideengeber für die Kulturszene im Land. Am 31. Oktober endete die Saison 2018. Ihr Motto war „Industrie-Kultur“. Die Anträge für den 28. Kultursommer sind gestellt. Zeit, Bilanz zu ziehen und einen ersten Ausblick auf das Kommende zu wagen. 

Jedes Jahr sendet der Kultursommer Rheinland-Pfalz mit seinem Motto einen Impuls in die Kulturszene des Landes. „Nachdem wir im Jahr 2017 auf die Reformation und ihre Folgen zurückgeblickt haben und jetzt in 2018 der Industriegeschichte und den von ihr verursachten Veränderungen nachspürten, endet der Spannungsbogen der Fragen nach unserer Herkunft, dem Entstehen und der Wandlung unserer Identitäten mit dem Motto „Heimat(en)“ im Sommer 2019“, erläuterte Kulturminister Konrad Wolf den größeren Kontext. 

Der historische Zusammenhang des Mottos 2018 „Industrie-Kultur“ zu den Jubi-läen von Karl Marx und Friedrich Wilhelm Raiffeisen ist offensichtlich und ver-schiedene Projekte nahmen darauf Bezug. Die Marx-Ausstellungen in Trier wur-den von einem umfangreichen Rahmenprogramm – häufig vom Kultursommer gefördert – begleitet und Raiffeisens Genossenschaftsidee wurde unter anderem bei der Kultursommer-Eröffnung in Neuwied künstlerisch umgesetzt. Die Konzer-te „Der Klang der Industrialisierung“ in der Westpfalz und ihre Begleitveranstal-tungen beschäftigten sich mit einer weiteren bedeutenden Persönlichkeit dieser Zeit: Carl Ferdinand Stumm. Andere, wie die Westerwälder Literaturtage oder das Kultursommer-Programm der Volkshochschulen, griffen Aspekte verschiede-ner Phasen der Industrialisierung auf – bis hinein in die Gegenwart und Zukunft, so u.a. die Ausstellung „Virtual Insanity“, die noch bis zum 18. November in der Kunsthalle Mainz zu sehen ist.

Zur „Industrie-Kultur“ gehören auch zahlreiche ehemalige Industriestätten im Land, die – manche zum ersten Mal – für Kulturveranstaltungen genutzt wurden. Die Projekte in und um die Rheinberger Schuhfabrik und die Alte Post in Pirma-sens sollen fortgesetzt werden und auch die Angebote auf dem Denkmalareal der Sayner Hütte beginnen gerade erst sich zu entwickeln. „Erfahrungsgemäß werden solche Aktivitäten von Jahr zu Jahr erfolgreicher, weil sie sich ja erst einmal rumsprechen müssen. So war es z.B. auch beim Straßentheaterfestival Ludwigshafen und bei „Alles muss raus“ in Kaiserslautern, die beide aus Kultursommer-Eröffnungsveranstaltungen hervorgegangen sind“, so Wolf.

Die großen Kulturfestivals des Landes sind auch Touristen-Magneten und der heiße Sommer kam insbesondere Open-Air-Veranstaltungen wie den Burgfestspielen Mayen, Summer in the City in Mainz, den Nibelungenfestspielen Worms oder dem Festival des Deutschen Films, Ludwigshafen zugute. Auch das Eifel-Literaturfestival, das eine Sommerpause machte, freute sich auch in diesem Jahr wieder über sehr großen Zuspruch. 

Dass der Kultursommer Rheinland-Pfalz durch seine Förderung nicht nur für die flächendeckende Verfügbarkeit von Kulturangeboten, sondern auch für ein hohes Qualitätsniveau sorgt, betonte Minister Wolf ausdrücklich: „Es ist typisch für den Kultursommer, dass die Besten ihres Fachs – sei es in der klassischen Musik, im Jazz oder in der sogenannten populären Musik, in der freien Theaterszene Europas oder in der Literatur – in jedem Jahr irgendwo im Land zu Gast sind.“ Dazu initiiert und unterstützt der Kultursommer immer wieder besondere Kunstformen: So bestritt das inklusive Festival „Grenzenlos Kultur“ in Mainz seine 20. Ausgabe, das sehr erfolgreiche Spiegelzeltfestival in Altenkirchen seine zehnte (im zweijährigen Turnus) und das Figurentheaterfestival NO STRINGS ATTACHED feierte in den Mainzer Kammerspielen sein 20jähriges Bestehen. Überhaupt sei das Thema Figurentheater erst durch den Kultursommer stärker ins allgemeine Bewusstsein getreten und so wäre es auch zur Gründung des PuK, des beliebten Museums für PuppentheaterKultur in Bad Kreuznach, gekommen, so der Minister.

 

„Heimat(en)“ ist das Motto des Kultursommers 2019. Bis zum 31. Oktober konnte die Kulturszene des Landes ihre Anträge stellen, um eine Förderung zu erhalten und damit Teil des Kultursommers zu werden. Einige Projekte stehen schon fest:

Ein besonderes Jubiläum kann 2019 gefeiert werden, das wunderbar zum Motto passt: „Saalü! – Das Heimat-Varieté in alten und neuen Dorfsälen“ wird in der 25. Saison dafür sorgen, dass Alteingesessene und Zugezogene ihre Heimatdör-fer noch besser kennenlernen.

Das Genre der Regionalkrimis wird bei „Tatort Eifel“, in der Wahlheimat von Er-folgsautor Jacques Berndorf, im Mittelpunkt stehen und Edgar Reitz, der mit Fil-men seiner Heimat, dem Hunsrück, in der ganzen Welt Menschen bewegte, ist Pate eines neuen Heimatfilmfestivals in Simmern.

Am ersten Maiwochenende wird der Kultursommer Rheinland-Pfalz 2019 offiziell in Ingelheim am Rhein eröffnet. Man kann gespannt sein, welche unterschiedli-chen „Heimat(en)“ bis zum 31. Oktober im Kultursommer präsentiert werden.

 

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