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12.06.2014 - 05.08.2014 | Freund Hein malt Blumen rot. Grafische Zyklen und Totentänze zum Ersten Weltkrieg

Das Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen thematisiert die künstlerische Verarbeitung des Ersten Weltkrieges in Form grafischer Totentanzzyklen – unter anderem von Melchior Grossek, Ludwig Meidner, Aloys Wach und Otto Wirsching. Clemens Klöckner kuratiert die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Wilhelm-Hack-Museum gezeigt wird.

„Auf grünem Wiesenplane | Freund Hein malt Blumen rot, | und über uns die Fahne | singt rauschend Blut und Tod!“ heißt es in dem 1914 entstandenen Soldatenlied „Wir traben in die Weite“. Freund Hein, der personifizierte Tod, war während und nach dem Weltkrieg Protagonist zahlreicher grafischer Arbeiten, welche die industrialisierte Tötungsmaschinerie des neuartigen Grabenkrieges zu verbildlichen suchten. Häufiger als je zuvor wurde dafür auf das kunsthistorische Motiv des Totentanzes zurückgegriffen, das unter diesen Umständen zu neuer Blüte gelangte.

Der aus dem mittelalterlichen Ständereigen kommende Totentanz, der im Barock zu einem wichtigen Bildmotiv geworden war, bot den Künstlern der Moderne eine willkommene Projektionsfläche, um das neuartige, wie aus dem Nichts kommende Massensterben zu visualisieren. Dabei changiert die Rolle des Knochenmannes zwischen amüsiertem Beobachter und Akteur, der entweder selbst die Waffen bedient oder die Bewaffneten aufeinander zutreibt. In einigen Fällen tritt er sogar gar nicht mehr persönlich in Erscheinung, sondern bleibt nur noch durch sein Werk präsent.

Die Ausstellung im Ernst-Bloch-Zentrum zeigt in einer exemplarischen Auswahl vollständige Grafikzyklen neben Einzelmotiven in Zeitschriften- und Buchform. Unter anderem wird Ludwig Meidners Zyklus „Septemberschrei“ präsentiert, von dem Ernst Bloch selbst in seinem Arbeitszimmer ein Blatt prominent platziert hatte, wie in der Dauerausstellung des Ernst-Bloch-Zentrums zu sehen ist.

Ausstellungsdauer
13. Juni 2014 bis 5. August 2014

Vernissage
Donnerstag, 12. Juni 2014 | 19.00 Uhr

Kuratorenführungen mit Clemens Klöckner
Freitag, 13. Juni 2014 | 14.00 Uhr
Dienstag, 5. August 2014 | 18.00 Uhr

Sonderführung zu Ludwig Meidner mit Thilo Götze Regenbogen
Mittwoch, 18. Juni 2014 | 17.00 Uhr

Finissage
Vortrag von Clemens Klöckner: „Der Erste Weltkrieg als Totentanz? Otto Dix‘ Grafi kzyklus Der Krieg von 1924.“
Anschließend zeigt Kino & Kritik einen Stummfilm zum Totentanz-Motiv.
Dienstag, 5. August. 2014 | 19.00 Uhr

Weblinks:
www.bloch.de

Beginn:12. Jun 2014
Ende:5. Aug 2014
PLZ:67061
Ort:Ernst-Bloch-Zentrum
Walzmühlstraße 63
Region:Pfalz

Info:
Hotline:0621 5042041
E-Mail:info@bloch.de

Preise:6 Euro, ermäßigt 3 Euro; Eintritt zu Vernissage, Finissage und Sonderführungen frei
Öffnungszeiten:
Dienstag und Mittwoch 14.00 - 17.00, Donnerstag 14.00 - 20.00 Uhr

Behindertengerecht:
Mobilität

Kategorie:
Bildende Kunst/Ausstellungen

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